Mittwoch, 9. Juli 2008

Krasnaja Odessa ...

Nachdem ich gestern unseren (zweiten) Hochzeitstag (mal wieder) vergessen habe. Musste ich meine geliebte Ehefrau besaenftigen. Ich freue mich schon auf die versprochene Bestrafung ;-)
Natalia mi corazon - Du weisst doch ganz genau, dass ich immer nur an DICH denke und dabei einfach die Zeit vergesse ...
Um Odessa kurz zu beschreiben, reichen folgende Woerter: entspanntes Verkehrschaos, gutes Essen, schoene Frauen (aber keine schoenen Maenner), freundliche Menschen und Motorradfahrer hassende Hunde - ich weiss nicht wieso die Koeter es ausgerechnet auf mich abgesehen haben, aber ich muss immer wieder die Beine hochziehen. Schon von weitem nehmen die kleinen und grossen Flohtransporter Anlauf und trotz des Geschwindigkeitsvorteils (meinerseits) schaffen es die Drecksvieher mir jedes mal einen riesen Schrecken einzujagen. Ah ja und hupen hilft da auch nicht, das macht es fuer die Wadenbeisser noch interessanter. Ich glaube, sogar das mein Hupen fuer die vierbeinigen Gehwegscheisser den absoluten Hoehepunkt der kurzen Treibjagd bedeutet ...
In Romaenien waren es Gaense, in der Ukraine Hunde - hoffentlich werde ich in Kasachstan nicht vor wildgewordenen Kamelen fluechten muessen - muesste ich dann eigentlich auch die Beine oder eher den Kopf einziehen?? :-)

Hier ein paar Impressionen aus der Stadt:


Was mich wirklich beindruckt hat, ist die tiefe Glaeubigkeit der Ukrainer. Ich habe mich in eine Kirche gesetzt und dabei z.B. eine alte, gebrechliche Frau beobachtet, die ALLE Heiligenbilder, Kreuze und was sonst noch heiliges in dem Raum stand, gekuesst hat. Anschliessend hat sie auf einem grossen Tisch eine Wasserflasche und ein Brot als Opfergabe gelegt. Sie sah dabei sehr gleucklich aus ... Ich bin kein glaeubiger Mann, aber es beruehrt mich zu sehen, wie fest manche Menschen in Ihren Glauben verwurzelt sind.


Hier noch ein kurzer Ausschnitt aus der Stadt. (Achtet mal auf die scharfen Stiefel am Ende ...)

video
Morgen werde ich meine Sachen packen und weiter richtung Ost fahren. Da ich noch genug Zeit habe, werde ich mal eben so auf die Krim und nach Jalta fahren ... oder auch nicht ... oder doch ... oder ich entscheide es einfach unterwegs :-)
Bis die Tage Euer Konrad

@ FLO und Niels - Euch Schlaumeier will ich sehen, wenn Ihr zweieinhalbtausend Kilometer von Zuhause mit Uniformierten (und bewaffneten) auf russisch um die Weiterreise bettelt :-)

1 Kommentar:

Natalia hat gesagt…

Du hast vielleicht Nerven! Erst den Hochzeitstag vergessen und posaunen, dass Du nur an mich denkst und im zweiten Satz von den schönen Frauen in Odessa schwärmen.
Na Prost Mahlzeit! Wirst schon sehen, was Du davon hast!
Viel Spaß noch!